Beschreibung
1995 Chateau Coutet, Sautenes
Château Coutet ist ein Premier-Cru-Sauternes-Produzent in der Region Barsac im Grossraum Bordeaux. Er zählt zu den ältesten Produzenten in Sauternes und verfügt mit 110 Metern über den längsten Weinkeller der Region. «Coutet» ist das gaskonische Wort für «Messer» und steht für die knackige und spritzige Säure des Dessertweins.
Das Château ist eine englische Festung, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Im Jahr 1643 wurde es von Charles le Guerin, einem Ratsherrn im Parlament von Bordeaux, erworben, der es 1695 an seinen Neffen Jean le Pichard weitergab.
Im Jahr 1787 bezeichnete Thomas Jefferson das Château Coutet als den besten Sauternes aus Barsac. Anschliessend wurde Coutet von Gabriel-Barthelemy-Romain de Filhot erworben.
Während der Französischen Revolution wurde das Château vom Staat beschlagnahmt, und Filhot wurde enthauptet. Im Laufe der Jahre wechselte Coutet mehrfach den Besitzer, bevor es schliesslich 1977 von der Familie Baly gekauft wurde.
Château Coutet besteht hauptsächlich aus Sémillon, ergänzt durch kleinere Anteile von Sauvignon Blanc und Muscadelle. Die Trauben wachsen auf Lehm- und Kalksteinböden, was dem süssen, von Botrytis befallenen Wein eine ausgeprägte Mineralität verleiht.
Der Wein reift anschliessend 18 Monate in französischen Eichenfässern, die zu 70–100 Prozent neu sind. Château Coutet produziert ausserdem ein Zweitlabel namens La Chartreuse de Coutet, und in den besten Jahren stellt das Weingut zudem 1’200 Flaschen eines Premiumweins her, die Cuvée Madame de Château Coutet.
Das Weingut produziert ausserdem einen trockenen Weisswein. Früher hiess er einfach «Vin Sec de Château Coutet», heute wird er als «Opalie de Château Coutet» vermarktet. Quelle: Winesearcher.


