Beschreibung
1998 St. Laurent, Barrique, Achs-Tremmel, Neusiedlersee
Der Neusiedler See, eine halbe Autostunde südöstlich von Wien gelegen, ist eine bedeutende Weinregion im Osten Österreichs und der nördlichste Teil des Burgenlandes, das sich in etwa entlang der Landesgrenze zu Ungarn erstreckt. Die Region trägt die DAC-Bezeichnung (Districtus Austriae Controllatus) und ist bekannt für ihre Zweigelt-Rotweine sowie für süße Weißweine aus botrytisierten Trauben, die direkt am Ufer des Neusiedler Sees gekeltert werden.
Das offizielle Anbaugebiet erstreckt sich über 50 Kilometer (30 Meilen) von Norden nach Süden und über 20 km (12 Meilen) vom östlichen Ufer des Neusiedler Sees bis zur österreichischen Grenze zu Ungarn. Es umfasst fast 6.700 Hektar (16.500 Acres) Rebfläche, die sich größtenteils auf das nördliche und östliche Ufer des gleichnamigen Sees konzentriert.
Vereinzelte Weinbergparzellen finden sich rund um die südliche Stadt Pamhagen sowie verstreut um Städte im Osten in Richtung der ungarischen Grenze, darunter Tadten, Andau und Nickelsdorf. Die Region verfügt über knapp 500 einzelne Weingüter und ist der größte Weinproduzent im gesamten Burgenland.
Zusammen mit dem Leithaberg-Gebiet auf der anderen Seite des Sees deckt die Region Neusiedlersee den nördlichen Teil des Burgenlandes ab. Rosalia, Mittelburgenland und Eisenberg erstrecken sich entlang der ungarischen Grenze nach Süden, wobei letzteres an die Region Steiermark rund um die Stadt Graz und an die Grenze zu Slowenien grenzt.
Im Norden liegen Carnuntum und Niederösterreich.
Die Böden und das Klima innerhalb des Neusiedler Sees selbst sind bemerkenswert vielfältig und reichen von den tief liegenden, Botrytis begünstigenden, nebligen Hängen am Seeufer bis hin zu den trockeneren, sandig-lehmigen und kiesigen Hängen dahinter. Selbst ohne den Nebel am Ufer übt der See einen mäßigenden Einfluss auf das weitere Gebiet aus und wirkt dem oft heißen, kontinentalen Klima in der Mitte der Vegetationsperiode entgegen. Quelle: Winesearcher.

