Beschreibung
2016 Abbaye de Santenay, Cote de Beaune
Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune in Burgund und verfügt über eine eigene kommunale Appellation (gegründet 1937). Die hier produzierten Weine sind überwiegend Rotweine aus Pinot Noir, obwohl auch eine kleine Menge Chardonnay angebaut wird.
Ein typischer Santenay-Rotwein ist farbintensiver als die Weine aus weiter nördlich gelegenen Lagen, weist jedoch dennoch die für Burgunder Rotweine so charakteristische dunkle Kirschfarbe auf. Die Aromen erinnern an Lakritz, rote Beeren und Veilchen, wobei die besonders duftenden Exemplare auch Noten von Rosenblättern aufweisen.
Die Weine der Appellation Santenay genießen nicht denselben hohen Ruf wie die ihrer nördlichen Nachbarn, da ihr Stil eher rustikal als raffiniert ist. Dies wird im Allgemeinen dem besonderen Terroir von Santenay zugeschrieben, das einen hohen Anteil an Mergel aufweist – ein Merkmal, das es mit der Côte Chalonnaise teilt, die nur ein schmales Tal entfernt liegt.
Santenay liegt am südlichsten Ende des Kalksteingebirges (der Côte d’Or), in dem sich die besten Weinberge Burgunds befinden. Die für den edlen Weinbau so günstigen Kalksteinböden werden nördlich von Santenay selbst dünner, doch die Gemeinde verfügt dennoch über einen eigenen Anteil an Premier-Cru-Weinbergen. Diese konzentrieren sich auf ihre nördlichsten Ecken, wo Santenay an Chassagne-Montrachet grenzt.
Die Appellation umfasst auch Weinberge im Dorf Remigny, das nur wenige Kilometer östlich von Santenay liegt, obwohl dessen Weine als recht unterschiedlich gelten. Remigny liegt unterhalb der Kalksteinhänge, sodass seine Weine eher denen der nördlichen Côte Chalonnaise (Rully oder Mercurey) ähneln als denen aus dem übrigen Teil der Côte de Beaune.
Unmittelbar westlich von Santenay liegen die Gemeinden und die Appellation Maranges.
Das Klima rund um Santenay ist kontinental geprägt, mit warmen, trockenen Sommern und kühlen, langen Wintern. Da Santenay auf drei Seiten offen liegt, ist es stärker als andere Gemeinden der Côte de Beaune von Westwinden betroffen, die andernfalls durch die Steilwand der Côte d’Or abgelenkt würden.
Diese sind selten stark genug, um den Weinbauern von Santenay Anlass zur Sorge zu geben, doch während der Blütezeit sind die Reben sicherlich anfälliger für Schäden als jene in den weiter nördlich gelegenen, besser geschützten Weinbergen. Quelle: Winesearcher.


