Beschreibung
2019 Clos de l’Oratoire, St. Emilion
Clos de l’Oratoire ist ein angesehenes Grand Cru Classé Weingut am Nordosthang des Plateaus von Saint-Émilion, nur 2 km nordöstlich der Stadt Saint-Émilion gelegen. Das Weingut ist Teil des Weinportfolios der Familie von Neipperg, die vielleicht am besten für ihr Flaggschiff bekannt ist: Château Canon La Gaffelière.
Das heutige Clos de l’Oratoire gehörte ursprünglich zu dem größeren Anwesen Château Peyreau, das an die Gebäude des Clos angrenzt. Die Grundstücke, deren Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, wurden 1972 von der Familie von Neipperg erworben.
Obwohl der Clos de l’Oratoire in der ursprünglichen Klassifizierung von Saint-Émilion von 1955 nicht enthalten war, wurde er in der Interation von 1969 als Grand Cru Classé eingestuft (damals als „Château l’Oratoire“). In der Klassifizierung von 1986 erscheint das Weingut als „Clos de l’Oratoire“ und ist seither in der Liste der Grand Cru Classé vertreten.
Stephan von Niepperg, ein Familienmitglied der zweiten Generation, ist heute Eigentümer und Verwalter des Weinguts. Es reiht sich ein in ein renommiertes Bordeaux-Portfolio, zu dem neben Château Peyreau selbst auch Canon La Gaffelière, La Mondotte, Clos Marsalette und Château d’Aiguilhe gehören.
Zu den Nachbarn von Peyreau und Clos de l’Oratoire gehört das Château Dassault im Nordwesten (Château Faurie de Souchard, das ebenfalls zum Dassault-Stall gehört, liegt direkt auf der anderen Straßenseite im Westen), während Petit Faurie de Soutard – und Château Soutard selbst – im Südwesten liegen.
Der Clos de l’Oratoire umfasst 13 Hektar Weinberge auf sandigen Böden mit einem Unterboden aus Ton-Kalk-Sandstein, der als Molasse de Fronsadais“ oder Fronsac-Molasse bekannt ist. Wie in vielen Lagen der Region dominiert auch hier der Merlot, der etwa 80 Prozent der Rebfläche einnimmt.
Ursprünglich war auch ein kleiner Teil mit Cabernet Sauvignon bepflanzt, doch wurden diese Reben entfernt und die verbleibenden 20 % der Anpflanzungen mit Cabernet Franc bepflanzt. Dieser Anteil spiegelt sich im Allgemeinen im fertigen Wein wider.
Die Weinbereitung erfolgt bei kontrollierter Temperatur, und die ganzen Beeren (entrappt, aber nicht gequetscht) werden in Eichenfässern vergoren. Die Tanks werden während der Gärung regelmäßig (aber sanft) umgestoßen.
Der Wein durchläuft die malolaktische Gärung und den Ausbau in Eichenfässern (von denen je nach Jahrgang 50 bis 80 Prozent aus neuer Eiche bestehen). Der Wein wird 14 bis 18 Monate lang auf der Feinhefe im Fass ausgebaut.
Die Produktion liegt im Durchschnitt bei 2000 Kisten pro Jahr. Quelle: Winesearcher.
Bewertung Robert Parker: 93/100


