Beschreibung
1997 Crozes-Hermitage, Cote du Rhone
Jährlich werden rund 7,5 Millionen Liter Wein unter der Bezeichnung Crozes-Hermitage produziert und verkauft. Das ist mehr als bei den anderen sieben Appellationen der nördlichen Rhône zusammen. Derzeit sind für die Appellation 1.768 Hektar Rebfläche registriert (4.368 Acres).
Die überwiegende Mehrheit (rund 90 Prozent) der Crozes-Hermitage-Weine sind Rotweine, die überwiegend aus Syrah gekeltert werden. Die restlichen 10 Prozent sind weiße Crozes-Hermitage-Weine, die aus Roussanne und Marsanne hergestellt werden.
Diese beiden Weißweinsorten werden in begrenztem Umfang auch in vielen Rotweinen verwendet. Ein ähnlicher Ansatz besteht bei Syrah und Viognier in der Côte Rôtie.
Im Allgemeinen weisen die Weine reichlich lebhafte Fruchtaromen auf, haben aber vergleichsweise weniger Struktur und Komplexität als Hermitage. Die Preise, die Crozes-Hermitage erzielt, schränken den Einsatz kostspieliger Fässer zur Verbesserung dieser Aspekte ein.
Die besseren Rotweine neigen dazu, nur fünf bis zehn Jahre zu reifen. Die Weißweine sollten in der Regel innerhalb von ein paar Jahren getrunken werden. Der positive Aspekt dabei ist, dass die Weine deutlich günstiger sind.
Die Trauben wachsen auf fruchtbareren Böden als in den Hermitage-Lagen, was eher das Pflanzenwachstum als eine optimale Fruchtreife begünstigt. Zudem profitiert der Talboden nicht von erfrischenden Luftströmungen oder längerer Sonneneinstrahlung. Dies kann in heißen Jahren zu leicht kompottartigen Aromen im Wein führen.
Allerdings gibt es innerhalb von Crozes-Hermitage viele unterschiedliche Terroirs. Das Gebiet nördlich der Stadt Tain L’Hermitage profitiert von einem günstigen Mesoklima und einem wärmespeichernden Granituntergrund unter überwiegend lehm- und kalkhaltigen Böden.
Hier entstehen reichhaltigere, komplexere Weine als in den flacheren Lagen im Süden, wo Schwemmlandböden häufiger vorkommen. Keiner dieser Weinberge profitiert von der höheren Lage oder der intensiveren Sonneneinstrahlung, die die weiter nördlich gelegenen Südhänge genießen. Quelle: Winesearcher.

